Hilfe bei der Glücksspielsucht

Pixelio/Gerd Altmann/dezignus.com
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Anhand einer Studie des BZgA von 2007 (10.001 Probanden zw. 16(!) und 65 Jahren) zum Glücksspielverhalten in Deutschland lässt sich Folgendes zusammenfassend sagen:

 

  • Ca. 55% der Deutschen spielten innerhalb der letzten 12 Monate mindestens einmal ein Glücksspiel und rund 86,5% haben in ihrem Leben bereits mindestens einmal an einem Glücksspiel teilgenommen.

 

  • 84,1% der Frauen und 88,9% der Männer haben in ihrem Leben bereits Glücksspielerfahrung gesammelt.

 

  • Innerhalb der letzten 12 Monate haben ca. 60% der Männer und nur rund 50% der Frauen an einem Glücksspiel teilgenommen.
  • Mit zunehmendem Alter steigt die Erfahrung mit Glücksspiel (zw. 26 - 65 Jahren liegt diese bei durchschnittlich 90%).
  • Das beliebteste Glücksspiel ist mit Abstand Lotto 6aus49 (35,5%).
  • Danach folgen Sofortlotterien (11,7%), Quizsendungen (11,7%), privat organisiertes Glücksspiel (8,6%) und Fernsehlotterien (8,4%).
  • Glücksspiele wie Oddset, Geldspielautomaten oder Poker werden anteilig an der Gesamtbevölkerung verhältnismäßig selten gespielt.
  • 66,3% der Befragten haben mindestens einmal in ihrem Leben Lotto 6aus49 gespielt, 50,6% Spiel77 oder Super 6, 41,9% Sofortlotterien, 23,9% Quizsendungen, 22,7% Geldspielautomaten. 
  • Bei 0,4% der Probanden wurde das Spielverhalten insgesamt als problematisch eingeschätzt.
  • deutschlandweit gibt es nach Auffassung der Studie rund 225.000 Menschen, deren Spielverhalten problematisch ist.
  • Bei 0,2% der Befragten wurde das Spielverhalten sogar als pathologisch eingestuft.
  • 104.000 Personen deutschlandweit weisen dieses Verhalten auf.
  • Die Zahl der Spieler, deren Spielverhalten als problematisch oder pathologisch eingestuft werden kann, ist bei Männern mehr als doppelt so hoch wie bei Frauen.
  • Das Spielen von Lotto 6aus49 führt deutlich seltener zur Spielsucht als das Spielen von Keno, Oddset, Toto, Sportwetten, Geldschielautomaten, Casinospielen oder Online-Glücksspielen.

Laut dem Statistischen Bundesamt (Stand 16.09.2015) ist 2014 mit Einnahmen von rund 182,3 Milliarden Euro aus Glücksspielen zu rechnen.

 

Haupteinahmequellen sind:

  1. die Lotteriesteuer mit ca. 2,5 Milliarden Euro.
  2. die Gewinneinnahmen durch das Zahlenlotto bzw. Fußballtoto mit insgesamt 1,1 Milliarden Euro.
  3. die Abgaben der Spielbanken und die Gewinnablieferung der Lotterien mit jeweils 0,3 Milliarden Euro.

Die höchsten Einnahmen aus Glücksspielen wird Nordrhein-Westfalen mit rund 720 Millionen Euro erzielen. Bremen bildet mit voraussichtlich 37 Millionen Euro Einnahmen das Schlusslicht.